Steel Body

Steel Body Iron Shirt
Die meisten Menschen denken bei natürlichen Waffen an Fäuste, Finger, Ellbogen, Füße, Handflächen und den Kopf – alles Körperteile, die dafür genutzt werden können, einen Gegner anzugreifen und zu verletzen.
Tatsächlich aber kann der gesamte Körper – also auch Brust, Rücken, Schultern, Hüften und andere Bereiche des Rumpfes sowie die Gliedmaßen – als Waffe eingesetzt werden. Im Folgenden wird eine Technik namens Steel Body beschrieben, die den Körper als Schutzschild auszubilden versteht, ihn somit gegen Schläge und Tritte resistent macht und ihn auf verschiedenste Weise als Waffe benutzt. Kein Bereich des Körpers wird dabei als Kampfelement ausgeschlossen. Wenn die Steel Body Technik einmal ausgebildet wurde, bleibt sie ein Leben lang bestehen.Diese Technik kontrolliert den inneren Körperdruck und die Muskelreaktion, was sich schließlich im Unterbewusstsein manifestiert und jederzeit abgerufen werden kann, sobald es gebraucht wird. Innerhalb weniger Monate kann ein hohes Niveau erreicht werden.
Die Technik leitet sich von der Baumwoll Faust ab. Manche Techniken der Baumwoll Faust können auch unabhängig voneinander erlernt und auf andere Kampfkunst- und Sportarten angewandt werden.
Das System ist eine passende Ergänzung zu anderen Kampfkunststilen und erhöht die Schnelligkeit und Effektivität bezüglich des Angriffs sowie der Verteidigung, ohne, dass man seinem Stil untreu werden muss.

Einige Kampfkunstbegeisterte mögen schon einmal beobachtet haben, wie Menschen harten Tritten und Faustschlägen standhalten, ohne sich dabei zu verletzen oder Schmerzen zu verspüren. Die Technik, die dies möglich macht, wird in manchen Gong Fu-Stilen Iron Shirt genannt.
Der Begriff Steel Body wird innerhalb der Baumwoll Faust verwendet, um ihn von der Iron Shirt-Technik abzugrenzen. Steel Body übernimmt zwei Funktionen. Zum Einen gibt es die (Spring) Steel-Komponente, deren Eigenschaften und Besonderheiten von Iron Shirt nicht übertroffen werden können. Ein zu nennender Vorteil gegenüber der Iron Shirt-Technik ist die Flexibilität. Ein weiterer ist, dass harte Aufpralle abgefangen werden können ohne sich zu verletzen, und mit doppelter Kraft gekontert werden können. Bildlich gesprochen bleibt Stahl intakt, wo Eisen bricht.

Es geht darüber hinaus ein bloßes eisernes Körperschutzschild zu entwickeln, denn das Steel Body Konzept befindet sich auf einer viel höheren Stufe. Dies ist eine Form des Trainings, die den Körper so resistent und belastbar gegen Aufpralle macht wie Stahl und den Körper selbst zur Waffe ausbildet. Die Steel Body Technik kann einen Gegner niederstrecken – ganz gleich womit Arme, Hände, Beine und Füße gerade beschäftigt sind.
Die Technik kann auch dazu verwendet werden, einen Gegner eine Weile außer Gefecht zu setzen oder ihn davor zu warnen, die Situation weiter zu verschärfen.

Steel Body geht weiter als den Gegner nur mit Hüfte oder Schultern aus dem Gleichgewicht zu bringen oder einfach nur den Ablauf seines Systems zu stören. Mit der Steel Body-Technik können Angriffe gestartet werden, die der Gegner weder mit seinen Armen, noch mit seinen Beinen abwehren können wird. Auf diese Weise wird jeglicher Körperkontakt brandgefährlich, da die Steel Body-Technik jedem Angreifer unbekannt sein wird.

Der Effekt der Steel Body Technik ist bildlich gesehen vergleichbar mit dem Tritt gegen einen Autoreifen. Der zurückprallende Effekt, der dabei entstehen würde, ist mit dem, eines mit der Steel Body Technik ausgeführten Schlages vergleichbar. Durch die zurückprallende Energie entstehen an Faust, Fuß etc. des Angreifers Verletzungen.

Die Steel Body Technik kann nicht aus einem Lehrbuch oder einer sonstigen Beschreibung erlernt werden, sondern nur von einem kompetenten Ausbilder, der die Technik selbst perfekt beherrscht. Trotzdem können die theoretischen Ansätze, die hinter dieser Technik stehen erklärt werden, um eine allgemeine Einführung in das Thema zu geben.
Zu erwähnen wäre beispielsweise die “Blut-Sauerstoff-Theorie”, die die Veränderungen des Körpers nach dem Steel Body Training beschreibt. Der menschliche Körper besteht zu 75% aus Wasser und enthält zwischen 60 und 80 Billionen Zellen, deren Umgebung flüssig ist.
Stellen Sie sich nun vor, dass diese flüssige Umgebung der Zellen von einer kräftigen, flexiblen und elastischen Muskelmembran umschlossen wird. Des Weiteren wird innerlich Sauerstoff umschlossen – in etwa so, wie die Luft in einem Gummireifen. Die bewusste Kontrolle dieser Kombination innerer Kräfte stellt die Basis der Steel Body Technik dar.
Die Baumwoll Faust wird als eine Form des „fließenden Qi-Gong“ beschrieben. Zusätzlich zu der inneren Kraft, die vom Kämpfer herausgebildet und kontrolliert wird, kommt es zu einem Luftdruckaufbau im Körper und zu einem erhöhten Fließen des Qi. Während sich der Körper in einem Moment noch entspannt und weich anfühlt, kann er sich im nächsten Augenblick, plötzlich in eine Art widerstandsfähiges Schutzschild verwandeln oder förmlich „explodieren“ ,wie der Airbag eines Autos.
Die Methoden der Muskelkontrolle, die bei Steel Body angewendet werden, müssen gewissenhaft geübt werden, bis sie nach einiger Zeit völlig instinktiv ausgeführt werden. Wenn diese Stufe des Trainings erreicht wurde, ist Steel Body nichts anderes mehr als ein automatischer, sekundenschneller Reflex, der jederzeit eingesetzt werden kann.

 

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